: Jahresrückblick 2018

Krachender Frühlingsbeginn und 6 Monate Sommer
Mit dem 4. April kam der Frühling. Von jetzt auf gleich wurde es warm. Die Bäume begannen sofort zu blühen, Kirsche, Birne und Äpfel sogar in diesem Jahr gleichzeitig und eigentlich musste sofort alles auf einmal getan werden. Dann begann aber auch schon die Trockenheit, die bis in den Herbst hinein von nur zwei kurzen Regengüssen unterbrochen wurde. Die sengende Hitze im Juli und August verbrannte viele Kulturen, wie Buschbohnen, Kürbisse, Pastinaken und Physalis. Durch aufwendiges Abdecken und Wässern konnten wir andere, wie z.B. Salate, Möhren, Rote Bete und Mangold am Leben erhalten.
Zweites Folienzelt
Rechtzeitig zur neuen Anbausaison bauten wir ein zweites Folienzelt auf. Dadurch hatten wir zeitig Salate und Platz zum frühen Pflanzen der Tomaten und Paprika. Erstmals bauten wir Salatgurken an. Die sehr guten Erträge aus den Folienzelten konnten die Ausfälle im Freiland zumindest teilweise ausgleichen. Mit den Auberginen, die ein halbes Folienzelt bevölkerten, mussten wir erst Erfahrungen sammeln.
Fehlender Erntesegen auf dem Gemüseacker im Herbst
Die Vorfreude auf die herbstliche Ernte, mit der wir unsere Pflanzen säen, heranziehen, entkrauten und pflegen, wurde enttäuscht. Wenige und kleine Kürbisse, Rote Bete, Pastinaken, Superschmelz-Kohlrabi, Möhren und Mangoldstauden. So macht unser aufwendig betriebener Gemüseanbau wenig Sinn und kostet zu viel Kraft.
Reiche Obsternte
Von Anfang Juni bis Mitte November hatten wir nur eigenes Obst im Angebot. Erdbeeren, Kirschen, Johannesbeeren, Zwetschgen, Birnen, Brombeeren trugen reichlich. Die vor zehn Jahren gepflanzten Apfelbäume hatten mit der Trockenheit zu kämpfen, aber schenkten uns trotzdem viele kleine und schmackhafte Früchte.
Knappes Tierfutter
Nachdem unsere Schafe das erste Frühlingsgrün abgefressen hatten, mussten sie schon wieder mit Heu vorlieb nehmen. Glücklicherweise hatten wir noch Heu vom vorigen Jahr, denn auch die Heuernte fiel sehr spärlich aus: Der erste Schnitt brachte nur den halben Ertrag und der zweite fiel ganz aus, da das Gras nicht nachwuchs und verdorrte. Wenigstens die Fütterung der Esel machte uns keine Sorgen, denn sie fressen noch immer das, was die Schafe nicht mehr mögen.
Lammfleisch
Zu Ostern und zum Weihnachtsfest konnten wir, trotz sparsamen Futterangebotes, Fleisch von strammen Lämmern anbieten.
Soloauslieferung
Zum Februar hat unser Freitags-Mitarbeiter Marcel uns verlassen, um sich beruflich neu zu orientieren. Nach 14 Jahren Ausliefern mit wechselnden Zweitfahrern, fühlte sich Arndt nun mutig genug, die Tour in Berlin allein zu bestreiten. Dazu mussten wir uns von einigen Kunden in abgelegenen Winkeln Berlins trennen und bekamen neue Unterstützung bei der Belieferung der Region Borkheide. Dankbar sind wir auch der Brandenburger Kundengemeinschaft, die schon seit Jahren die Gemüsekisten bei uns selbst abholt.
Kleinfamilie
Unser ältester Sohn ist zum Studieren nach Braunschweig gezogen. Die nachfolgende Tochter macht seit Herbst ihr FÖJ auf einem Kräuterhof. Nun sind wir nur noch zu viert zu Hause. Die Eltern genießen den ruhigeren Alltag, der von den spannenden musikalischen Aktivitäten der beiden Jüngsten bereichert wird.